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8. November 2008
erzwungene Trainingspause

Meine Erkältungsserie hält sich hartnäckig. Nachdem einige Arbeitskollegen bereits mit grippalen Infekten zu Hause bleiben mussten, hat mich der Virus nun ebenfalls gestreift. Glücklicherweise nicht allzu arg.

Aber mit dem trainieren muss ich nun ein paar Tage pausieren. Schade, meine Motivation ist hoch. Ich habe diese Woche eigentlich wieder mit dem Schwimmtraining begonnen. Es hat Spaß gemacht und ich fühle, dass ich rasch zu einer guten Basis aufschließen kann. Noch ein wenig Geduld, dann geht es wieder los.
Einmal in der Woche radle ich abends noch ca. 1 1/2 bis 2 h im Dunkeln. Ist zwar nicht besonders attraktiv, aber es ist mir immer noch lieber als Zuhause auf der Spinning-Maschine. Auf diese setze ich mich nur noch, wenn es absolut notwendig ist. Das kostet mich am meisten Überwindung von allen.

Als nächstes geht es an die gesamte Trainingsplanung, mit der Ausarbeitung aller Schwerpunkte und der Gestaltung des Wettkampfkalenders.

I‘ll keep you informed.
17. November 2008
Start zum 3-wöchigen Schwimmblock

Nun habe ich den Trainingsplan bis zum Höhepunkt am 5. Juli fertig gestellt. Ich beginne mit einem 3-wöchigen Schwimmblock, um rasch ein vernünftiges Schwimmniveau zu erreichen. Mit 4-5 Schwimmeinheiten, 2-3 x Laufen, 2 x Radfahren / Woche gestalte ich die nächsten drei Wochen. Die weitere grobe Trainingsgestaltung sieht wie folgt aus:

ab 17.11.        - 3 Wochen allgemeine Vorbereitung Schwimmen
ab 08.12.        - 4 Wochen allgemeine Vorbereitung Laufen
ab 05.01.        - 4 Wochen allgemeine Vorbereitung Schwimmen
ab 02.02.        - 4 Wochen allgemeine Vorbereitung Laufen
ab 02.03.        - 4 Wochen allgemeine Vorbereitung Radfahren
ab 30.03.        - 4 Wochen allgemeine Vorbereitung Komplex
ab 27.04.        - 8 Wochen spezielle Vorbereitung
ab 22.06.        - 2 Wochen Tapering (Wettkampfvorbereitung)
21.12. Dezember 2008
Erster Crosslauf-Einsatz

Das erste Rennen der Saison habe ich hinter mir. 4 km Crosslauf. Bei Regen und Kälte sind eigentlich nur Laufspezialisten am Start. Das ist immer ein guter Vergleich. Da weiß man sofort wo man leistungsmäßig steht oder eben auch nicht.

Nachdem ich die letzten 3 Wochen wegen einer kleinen Muskelverletzung im rechten Unterschenkel fast keine Laufeinheiten absolviert habe, war ich doch sehr gespannt, wie ich eine  so intensive Einheit vertrage. Die Erwartung war logischerweise nicht hoch. Und mit meiner zufrieden stellenden Schwimmform, kann ich beim Crosslauf leider nicht punkten.
Nun, es wurde nicht lange gezockt. Es ging vom ersten Meter an voll zur Sache und tat schon nach 200 Metern weh. Aber bei einer Kurzstrecke gibt es nur eines. Durchziehen bis zum Ende. Nach 14 min und 25 sec war es dann auch vorbei. Ein Ausrutscher in der letzten Kurve des Zielsprints hat noch für ein wenig Abwechslung gesorgt.

Ich erreichte einen Maximalpuls von 185. Mehr geht bei mir nicht. Das was voll auf Anschlag. Ich erreichte den 22. Rang (4. Rang - M40). Das muss bei den nächsten Einsätzen besser werden. Aber wie heißt auch mein Motto: Von nichts kommt nichts und von wenig kommt nicht viel.

Die Muskel-Verletzung ist zu 100% abgeklungen. Die nächsten 2-3 Wochen, stehen voll im Fokus der Laufverbesserung. Den Trainingsplan muss ich entsprechend der neuen Situation anpassen.

Mein nächster Einsatz ist der Silvesterlauf in Riefensberg. Infos dazu folgen im neuen Jahr.

Mit einem Rückstand von 34 Sekunden auf diesen Spitzenläufer bin ich zufrieden. Und meinen direkten Gegner für einen Stockerlplatz in der Gesamtwertung dieser Crosslaufserie, konnte ich mit fast einer Minute Rückstand auf den 3. Rang verweisen. Auf den ersten Rang in meiner Altersklasse fehlten mir 17 Sekunden. Der Laufspezialist hat in der Serienwertung schon 3 AK-Siege und ist nicht mehr einzuholen. Da kommt meine Form zu spät. Spielt aber keine Rolle. Ich habe ja wichtigere Ziele.

Ab Februar beginnen erst meine wirklichen Laufwochen, nachdem ich die erste Laufperiode durch kleine Verletzungen streichen musste. Es plagt mich weiterhin ein Schmerz im Fußgelenk. Aber ich versuche mit kontrollierten Einheiten zu trainieren, die Verletzung aber nicht zu arg zu strapazieren. So passt meine aktuelle Form ganz gut und werde mich weiterhin so konsequent vorbereiten.

Mein einzig wirklicher Wunsch ist, dass sich nun die hinderlichen Schmerzen endgültig verabschieden und ich gesund und verletzungsfrei weiter trainieren kann.


19. Januar 2009
Zweiter Crosslauf-Einsatz, 2. Rang M40

Nachdem ich beim letzten Crosslauf fast ohne Lauftraining an den Start ging und den 4. Rang in der Altersklasse erreichte, nahm ich mir dieses mal eine bessere Platzierung vor. Gesagt getan. Wiederum gaben die Lauf-Spezialisten aus der Schweiz und Deutschland ein enorm hohes Tempo vor. Ich versuchte beim Vorarlberger Marathon-Meister von 2007 - Harald Steger - dran zu bleiben. Dieser war dann aber doch ein wenig zu schnell für mich. Ich musste ihn schlussendlich kontinuierlich ziehen lassen, konnte mich aber wie gewünscht platzieren.

6 km Crosslauf / 21 min 55 sec
2. AK 40 (18. Gesamtwertung)

2. Februar 2009
Ende des Schwimmblocks - Start der 4 Wochen mit Lauf-Fokus


Nun habe ich den 4-wöchigen Schwimmblock abgeschlossen. Ich war in dieser Zeit ca. 4-5 pro Woche schwimmen. Je Woche waren das ca. 10 - 13 km im Schwimmbecken. In der Erholungswoche habe ich 2 Tempo-Tests absolviert und zu meiner Zufriedenheit abgeschlossen.

10 x 100 m à 1 min 24 sec
400 m in 6 min 10 sec

Zusätzlich bin ich in diesen Wochen ca. 50-60 km gelaufen und ca. 100 km Rad gefahren. 2 x / Woche machte ich zusätzlich Rumpfstabilisation. Das tut mir wirklich gut. Zur Abwechslung waren immer wieder eine Ski- oder Wandertour dabei.

Nun geht es los mit 4 Laufwochen. Da kann ich schon auf einem guten Niveau aufbauen. Nächste Woche gibt es mehr Infos dazu.


Nun steht sie da. In all ihrer Pracht strahlt sie überzeugend ihre "aerotische" Aura aus. Sie verleiht mir im Minutentakt emotionale Momente. Große Mengen Endorphine fließen stoßweise durch meine Venen. In meinen Träumen pushe ich mich führend auf dem Queen K Highway von Kaulua Kona nach Hawi. Sie ist schön, sie ist schnell und macht meiner geliebten Frau harte Konkurrenz um die Gunst meiner Leidenschaft. Dabei hat sie einen männlichen Namen und heißt MR.T. Trotzdem ist sie meine Geliebte. Ich werde sie in Ehren pflegen und mich mit Hingabe um sie kümmern. Ich werde viel Zeit mit ihr verbringen und wohl die schönste Radsportzeit meines Lebens verbringen.

7. Februar 2009
meine große radsportliebe


Der Formaufbau stimmt. Mit jedem der 3 Crossläufe konnte ich eine zufriedenstellende Verbesserung vermerken. Am letzten Sonntag fand, bei Schneegestöber und teilweise rutschigem Untergrund, der letzte Lauf der Serie statt. Dabei konnte ich meine Altersklasse gewinnen und schob mich bei den Laufspezialisten auch in der Gesamtwertung kontinuierlich weiter nach vorne. Die Ergebnisse meiner Teilnahmen waren:

1. Rennen: 4. AK 40 (22. Overall)
2. Rennen: 2. AK 40 (18. Overall)
3. Rennen: 1. AK 40 (13. Overall)
Gesamtwertung: 3. AK 40

Abends bekam ich sehr starke Rückenschmerzen und musste ein schmerzvolle Nacht hinter mich bringen. Am Montag wurde ich geröngt.
14. Februar 2009
Crosslauf Finale: 1. Rang M40 (13. Overall)
Dabei wurde eine Verschiebung eines Rückenwirbels festestellt, der mir auf das Rückenmark drückt. Die Physiotherapie-Termine habe ich bekommen, muss aber bis dahin mit einigen Schmerzen reduziert trainieren. Aber was mich nicht umbringt, macht mich nur härter!
3. März 2009
es werde licht
Ich habe die Nase langsam gestrichen voll.

Die kalten Temperaturen und das ungenügende Licht zehren an meiner Motivation. Es wird nun Zeit, dass wenigstens bis 20.00 Uhr genügend Licht ist. Ich mag den Winter, aber zur Zeit könnte ich jeden Schneefleck, der sich hartnäckig hält, verfluchen. Weg damit und her mit den duftenden Frühlingswiesen und lauen Lüftchen, welche die Motivation wieder zum Steigen bringen.

Mein Rücken ist wieder besser. Ich spüre zwar weiterhin einen permanenten Schmerz im Rücken. Er hat aber keinen Einfluss auf die Umsetzung meiner Trainingseinheiten.

Ab nächster Woche beginne ich mit einem 3-wöchigen Radblock.

Bitte, bitte, lieber Petrus, lass es warm werden.
11. März 2009
correct running
Gesundheitlich bin ich schon wieder angeschlagen. Eine Grippe, welche äußerst unerwünscht und hochnäsig durch unsere Firma flaniert, hat mich nicht verschont. So ein Sportlerleben ist nicht immer einfach. Ich werde diese Woche die Krankheit auskurieren und dann geht es in die zweite Hälfte meiner Vorbereitung für den Ironman Frankurt.

Ich habe nun knapp 4 Monate Training hinter mir und bin im Großen und Ganzen mit dem Verlauf zufrieden. Die nächsten 4 Wochen stehen ganz im Zeichen von gesteigerten Umfängen - vor allem mit dem Rad. Anschließend folgen dann die schnellen Tempo-Einheiten. Ich bin positiv gestimmt.

Beim Schuhgeschäft Schnetzer in Altach habe ich eine Laufanalyse durchführen lassen. Markus Schnetzer - der sehr kompetente Eigentümer - hat meinen Laufstil und mein aktuelles Schuhmaterial sehr gewissenhaft geprüft. Aufgrund dieses Ergebnisses habe ich mich nun auch für das Training für den bereits bewährten Asics DS Trainer entschieden.
Er dämpft bei meinem geringen Gewicht sehr gut und rollt sauber über den großen Zeh ab. Die unangenehmen Schmerzen im Knöchelbereich, welche mich bisher begleiteten, waren auch schon mit dem ersten Lauf dahin.

Ich kann so eine Analyse nur wärmstens empfehlen. Herzlichen Dank an Martin.
20. März 2009
verschnupft und ungeduldig
Nun hat mich doch glatt eine Erkältung fest im Griff und lässt mich nicht so ohne weiteres los. Und das, obwohl ich den ganzen Winter über sehr gewissenhaft Vitamin C zu mir genommen habe und immer auf ausreichend wärmende Kleidung beim Training geachtet habe.

Zu Beginn des Infektes habe ich mit nur 2-3 Tagen Pause gerechnet. Nun sind es schon über 10 Tage und die Genesung setzt sich nur sehr zaghaft durch. Seit letzten Samstag absolvierte ich bis heute ein paar lockere Lauf- und Radeinheiten. Immer gut in warme Klamotten eingepackt.

Ich bilde mir ein, dass ich mit diesen kurzen Einheiten die Viren rausschwitze und die Muskulatur ein aktiv bleibt. Mein Gewissen suggeriert mir, dass ich nicht lange pausieren darf.

Das Ärgerlichste an dem Trainingsausfall ist, dass ich mit der Belastungs- verträglichkeit schon sehr weit war und ich die angestrebten gesteigerten Umfänge diese Woche hätte beginnen wollen.

Das wirft mich nun nicht nur die fehlende, sondern gleich um einige vorbereitende, Trainingswochen zurück. Zum Glück sind es noch 4 Monate bis zum großen Showdown.

Motivationsprobleme sind zu bewältigen. Aber krank oder verletzt zu sein, da hat man sehr wenig Handlungsspielraum. Das braucht unheimlich viel Geduld und die habe ich nie gehabt.

But I will be back!

Eigentlich wollte ich nach meiner überstandenen
Krankheit die Crosslaufmeisterschaft auslassen.
Kurzfristig habe ich mich aber entschieden, das
Rennen - als Vorbereitung für die Halbmarathon-
Meisterschaft - direkt aus dem Training heraus
zu machen. Die Rennvorbereitung sah so aus:

Freitag:
mittags Laufen
abends Radfahren

Samstag:
morgens Laufen
nachmittags Radfahren

Sonntag:
morgens Schwimmen
Nachmittags RENNEN

Dementsprechend stand ich - bei 5° Kälte und Regen - mit schweren Beinen im Startfeld der Laufspezialisten. Der Startschuss fiel und die Läufer gingen wie ein gehetztes Rudel Wölfe auf die erste der sechs Runden mit insgesamt 9050 m. Mein Ziel war solange wie möglich in der ersten Verfolgergruppe mitzulaufen. Das schaffte ich aber aufgrund der intensiven Vorbelastungen doch nur knapp zwei Runden. Dann musste ich meinen schweren Beinen Tribut zollen und die engsten Konkurrenten ziehen lassen. Ich lief mit einem weiteren Vereinskollegen die Platzierung heim. Nach hinten konnte ich problemlos absichern. Herauskam der nicht relevante 5. Rang M40 und Gesamt 15. Rang.

Mein Fazit:
Ein Rennen aus dem Training ist wirklich hart. Positiv war, dass ich trotz schweren Beinen mit recht sauberer Technik und akzeptabler Grundschnelligkeit durchziehen konnte. Aber die Leichtigkeit und der daraus folgende Speed haben mir gefehlt.

Ich hoffe, dass dieser Crosslauf sich als sehr wirksame Trainingseinheit bezahlt gemacht hat. Nächsten Sonntag ist die Halbmarathon-Landesmeisterschaft. Mein persönliches Ziel ist ein für mich neuer Halbmarathon-Rekord von unter 1h 21 min.


30. März 2009
vorbereitungsrennen
1h 20min 44 sec lautet mein neuer persönlicher Rekord auf der Halbmarathon-Distanz. Das freut mich umso mehr, da mich vor 3 Wochen eine Erkältung in der Vorbereitung zurückwarf. Unter diesen Umständen bin ich mit der Zeit natürlich sehr zufrieden.

Wie gewohnt rannten meine direkten Gegner sehr schnell los. In der Starthektik bei 1000 Läufern, der kurvenreichen und kupierten Startrunde, war es nicht so einfach den Rhythmus zu finden. So taten sich ca. 30 Meter Rückstand zu "meiner" Gruppe auf. Es kostete mich viel Kraft dort ranzulaufen, was mir aber glücklicherweise gelang. Dort lief es sich zu Beginn sehr gut. Aus dieser 10er Gruppe brachen regelmäßig durch ein paar unangenehme Tempoverschärfungen einige Konkurrenten ab.
6. April 2009
neuer persönlicher rekord

Der Kilometerschnitt betrug für die ersten 16 Kilometer ca. 3min 40sec. Dann musste ich das Tempo rausnehmen und die 4 übrig gebliebenen Läufer ziehen lassen. Jetzt war ein starker Geist für die restlichen 5 km gefragt. Ich habe alle meine Reserven gedanklich auf die Schlussstrecke aufgeteilt und mit jedem schmerzvollen Schritt und auf Anschlag keuchenden Lungen das letzte rausgeholt. Der Anstieg zum Zieleinlauf hat mich absolut in den roten Bereich gebracht. Mit einem aber noch immer kräftigen Schritt lief ich dann glücklich ins Ziel. In meiner Altersklasse platzierte ich mich auf den 5. Rang (Overall 23.). Super.

Das gibt mir weitere Motivation für die nächsten Wochen bis zur Duathlon-Landesmeisterschaft am 26. April.


Nachdem ich in den ersten 2 Tagen nach dem Halbmarathon noch mit Muskelkater zu kämpfen hatte, lief das Training in den folgenden 5 Tagen wie am Schnürchen.

17 Stunden habe ich diese Woche trainiert - mit Fokus auf das Radtraining. Bei erhöhten Umfängen neige ich normalerweise zu Krämpfen, speziell morgens oder nach harten Trainingseinheiten. Seit ein paar Tagen, nehme ich nun 2mal täglich die Magnesium Sport Brausetabletten von Dr. Böhm. Und siehe da. Trotz erhöhten Umfängen und 2 Trainingsbelastungen täglich, merke ich gar nichts mehr davon.

Ein ausgeglichener Mineralhaushalt hilft mir sehr, die Trainingsbelastung gut weg zu stecken und die Qualität der Einheiten auf ein höheres Niveau zu bringen.

Die folgende Woche werde ich knapp 20 Stunden trainieren. 4mal Rad / 4mal Laufen / 3mal Schwimmen / 2mal Kraft. Danach geht es in die direkte Vorbereitungswoche für die Duathlon-Landesmeisterschaft.
13. April 2009
kampf dem krampf
Die Woche war geprägt von vielen Trainingseinheiten und hohen Umfängen. Gesamt habe ich 20 Stunden trainiert.

4 x Laufen mit 64 km
4 x Radfahren mit 319 km
3 x Schwimmen mit 7,4 km
2 x Kraft 1 h

Nun geht es in die Vorbereitungswoche für die Vorarlberger Landesmeisterschaft im Duathlon. Ich bin zwar noch nicht am Leistungshöhepunkt angelangt. Bin aber gut vorbereitet und freue mich darauf, meine aktuelle maximale Leistung abzurufen.

Das spezielle Rumpftraining sorgt dafür, dass ich im Oberkörper stabil bleibe. Diese Krafteinheiten resultierten in einer sauberen Lauf- und Schwimmtechnik. Bei der speziellen Zeitfahrposition wird der kräftige Rumpf den zu erwartenden Müdigkeitserscheinungen bei der 180km Distanz vorbeugen. Das kann ich jedem Sportler sehr empfehlen.
19. April 2009
die kraft aus der mitte
Am Wochenende fanden die Vlbg. Meisterschaften im Sprint-Duathlon statt. Für meine persönliche Zielsetzung ist dies eine eher ungewohnte Intensität. Aber ich suchte ja den Vergleich mit den Vorarlberger Triathlon- und Duathlon-Sportlern. Sehr böiger Wind lies aber erahnen, dass das Radfahren viel von uns verlangen wird. Im Zuge des Schweizer Duathlon Cups versammelte sich die Ländle-Szene in Altstätten. Der erste Lauf war wie gewohnt eine Herausforderung. Man versucht sich so zu positionieren, dass man sich im maximalen Leistungsbereich befindet, welcher aber noch erlaubt, einige Reserven für die weiteren zwei Teildisziplinen aufzusparen. Aber trotzdem ist der erste Kilometer so hart, dass man schon mal daran zweifelt. Der anschließende Wechsel verlief gut. Den ersten Anstieg mit dem Rad habe ich aber zu motiviert in Angriff genommen und ging dabei über meine Leistungsgrenze.
27. April 2009
mit fleiss ein preis
Da benötigte ich dann ein paar Minuten, um wieder einen vernünftigen Rythmus zu finden. Dies gelang dann auch und ich powerte bis zum zweiten Wechsel auf maximalem Niveau. Der Umstieg auf den Abschlusslauf ging erfreulicherweise sehr gut. Keinerlei Krampfanzeichen. Die Magnesium-Tabletten wirkten echt verlässlich und ich konnte kraftvoll und effizient die 4 Kilometer durchziehen.

Das Ergebnis der Landesmeisterschafts-Wertung:
3. Rang M40 (6. Rang overall)

Was sich weiters sehr positiv gezeigt hat, war die Verträglichkeit dieser Intensität. Ich habe mich bereits in 2 Minuten erholt und die Muskulatur zeigte keine gravierenden Müdungserscheinungen. So soll es ja auch als Ironman sein.
Die Duathlon Landesmeisterschaft hat mir meine aktuellen Stärken aber auch Schwächen aufgezeigt. Beim ersten Lauf war ich in meiner Klasse der 2. Schnellste, beim zweiten Lauf der 3. Schnellste. Beim Radfahren wurde ich aber auf den 12. Rang verwiesen.

Das ist das Ergebnis der Konzentration auf das Laufen im Winter, gespickt mit einigen Wettkämpfen, als wichtige Tempoeinheiten. Es zeigte mir aber auch, dass ich auf dem Rad noch einiges aufzuholen habe. In den nächsten 4 Wochen steht dadurch das Radfahren absolut im Fokus meiner Trainingsgestaltung.

Als Basis gelten die gemessenen Daten der sportmedizinischen Untersuchung.
3. Mai 2009
keep on ridin'
Eine schwere Lungenentzündung hat meine intensiven Vorbereitungen erbarmungslos zum erliegen gebracht. Mit über 39 Grad Fieber und chronischen Hustenanfällen musste ich am 11. Mai ins Krankenhaus. Die Krankheit hat mich körperlich stark gefordert. In der ersten Woche habe ich trotz guter medizinischer Versorgung 4 kg abgenommen. Und viel Reserven waren bei mir sowieso nicht mehr dran.

3 Wochen lang konnte ich somit kein Training mehr absolvieren und musste mich geduldig zeigen.

Die letzte Blutanalyse hat glücklicherweise wieder neutrale Werte gezeigt und ich kann seit letzter Wochen mit lockerem Training beginnen. Da sich in der Lunge aber noch viel Infiltrat und mein Körper sich wie im Übertraining befindet (weit überhöhte Pulswerte und wenig Substanz), ist es mir noch nicht möglich, umfangreiche und/oder intensive Einheiten zu absolvieren.

Somit habe ich eigentlich den Ironman Frankfurt schweren Herzens abgehakt. Aus gesundheitlicher und sportlicher Sicht macht es keinen Sinn, viel zu riskieren und um dann noch ein unzufriedenes Ergebnis zu erreichen.

Nun bin ich aber gerade von einen 1h Lauf zurück gekommen. Mit jeder Einheit spüre ich eine bemerkenswerte Verbesserung. Die Motivation ist immer noch sehr hoch. Ich hab nun für mich entschieden, dass ich meinen Startplatz in Frankfurt bis zum letzten Tag aufrecht erhalten werde.

Gemeinsam mit einem Trainer und meinem Phsysiotherapeuten werde dann ich nochmals alles versuchen, mich bis zum 5. Juli in vernünftige Form zu bringen. Wenn's geht, dann geht's. Wenn nicht, dann nicht. Welche Weisheit. ;-)

Also, dran bleiben. Die nächsten Infos folgen in wenigen Tagen.
11. Juni 2009
lungenentzündung - neue orientierung
Wo die Vernunft vorherrscht, da ist die Leidenschaft begraben. Unter diesem Motto möchte ich weiterhin versuchen beim Ironman Frankfurt zu starten.

Die 3,5 h Radausfahrt am Wochenende verlief problemlos. Der lange Lauf am Sonntag schmerzte zwar muskulär ein wenig, ging aber auch recht gut über die Bühne. Meine wirklich spürbaren Handicaps: die Lunge arbeitet noch ein wenig gebremst – so habe ich zumindest den Eindruck – und die Schmerzen an der Achillessehne und an der unteren Wadenmuskulatur verschwanden während der erzwungenen Trainingspause leider auch nicht.

Olivier Bernhard – erfolgreicher Triathlon Trainer aus der Schweiz und 3-facher Duathlon Weltmeister – wird mich während den nächsten 3 Wochen trainingsspezifisch betreuen. Er hat
16. Juni 2009
zusammenarbeit mit profi-trainer olivier bernhard
sehr viel Erfahrung und sieht diese Herausforderung als eine spannende und interessante Sache. Olivier hat mir einen wohl durchdachten Trainingsplan erstellt, nach welchem ich nun trainieren werde.

Es tut gut zu wissen, dass wir gemeinsam an meinem Ziel arbeiten. Das ist für den Kopf optimal. Ich hoffe sehr, dass es klappt.

Die letzten zwei Wochen habe ich konsequent nach den Plänen von Olivier Bernhard trainiert. Er hat mir sehr effiziente Pläne mit gezielten Trainingsreizen erarbeitet. Das Training hat mir grundsätzlich viel Spaß gemacht. Leider hat mir aber mein Körper signalisiert, dass mir immer noch einiges an Substanz fehlt. Während ich lange Einheiten im Grundlagen-Ausdauer Bereich gut absolvieren konnte, war leider klar zu erkennen, dass ich schon im GA2-Bereich an meine Grenzen stoße.

Am Freitag, 26. Juni wurde bei mir nochmals eine ärztliche Kontrolle meines Gesundheitszustandes mittels Blutbild und Lungenröntgen durchgeführt. Hier hat sich gezeigt, dass mein Blut wiederum erhöhte Entzündungswerte aufweist. Auf dringendem Anraten der Fachärztin habe ich mich nun
27. Juni 2009
start ist nicht möglich


entschlossen, der Vernunft den Vortritt zu geben und für das Rennen definitiv abzusagen.

Ich muss zum ersten Mal erkennen, dass man manche Ziele einfach nicht über das Knie brechen kann. Hin und wieder muss man sich wohl dem Schicksal unterordnen, auch wenn es nicht einfach ist. 8 Monate intensives Training, viel Disziplin, einiges an finanziellen Mitteln und viel Verständnis von meiner Familie und meinem sozialem Umfeld hat es gekostet. Trotzdem nehme ich einiges an Positivem mit.

Aus sportlicher Sicht:
Mehrere Medaillen-Plätze bei Crossläufen
Neuer persönlicher Rekord auf der Halbmarathon-Distanz
3. Platz bei der Vlbg. Duathlon-Meiserschaft

Aus mentaler Sicht:
Die Stärke der eigenen geistigen Kraft in schwierigen Situationen
Die Möglichkeiten einer gesunden positiven Lebenseinstellung
Demut gegenüber dem Schicksal und dem Leben im Allgemeinen

Aus menschlicher Sicht:
Der tolle Rückhalt und die Unterstützungsbereitschaft der Familie
Neue sympathische Kontakte mit anderen Sportlern

Herzlichen Dank allen geistigen und persönlichen Begleitern.